DnH 16: Am Limit? Stop! Let's dance!

Uncategorized Jan 30, 2019

Hallo ihr neuen Helden!

Herzlich Willkommen zur 16. Episode des Podcasts „die neuen Helden!“ – der Podcast für Dich, wenn du Verantwortung für Dich und andere übernimmst, gerade dann, wenn das Leben echt „kein Ponyhof“ ist.

Was erwartet Dich heute im Podcast?

Nun, ursprünglich wollte ich etwas zum Thema Potenzialentwicklung machen, denn da habe ich spannende Erkenntnisse für Dich gesammelt. Aber das habe ich noch einmal verschoben, denn… aktuell scheint mir ein anderes Thema viel dringender. In den letzten Wochen bin ich schon wieder viel unterwegs gewesen – nicht nur auf der Autobahn, sondern in Seminar- und Coachingräumen, Vortragssälen, Führungsetagen, Kantinen und Besprechungsräumen… Überall habe ich mit Menschen gearbeitet, die viel auf den Schultern haben. Die heldenhaft dabei sind, Unternehmenswelten umzubauen, den digitalen Wandel zu stemmen, Produkte zu erschaffen und an den Mann zu bringen, Teams zu formen und bei all dem das Tagesgeschäft irgendwie am Laufen zu halten.

Und wenn ich die Stimmung, ja, das Thema all dieser Gespräche zusammenfassen würde, dann hieße das wohl „Am Limit“… Viele Verantwortungsträger – ob Führungskräfte oder Mitarbeiter – fühlen sich derzeit an der absoluten Grenze zum Machbaren – oder auch schon ein Stückchen darüber hinaus. Anforderungen – aus dem Unternehmen, oder von Kundenseite – werden gefühlt immer größer. Die Mannschaft, die das bewältigen soll, wird kleiner – oder ist so unstetig, dass man immens damit beschäftigt ist, die Kräfte zu bündeln und zu organisieren. Neben all dem beschäftigen sich viele Mitarbeiter und Führungskräfte mit Unsicherheit. Wird es meinen Job so in einem Jahr noch geben? Sollte ich mich umsehen? Oder wird das hier wieder so stabil, dass ich hier eine Zukunft habe? Wie soll ich all das bewältigen? Es ist nicht zu verhehlen, dass Führungskräfte und Mitarbeiter vermehrt atemlos von einer zur nächsten Tätigkeit oder zum nächsten Meeting springen, dass Krankheitsraten steigen, Menschen resignieren, schlechter schlafen, grübeln, sich in eine Auszeit phantasieren…

STOP!!!!!

Ja, genau – Stop! Und zwar nicht mit der VUKA-Welt, denn die werden wir in vielen Teilen gar nicht aufhalten oder ändern können…

Aber STOP mit unserem Denken…mit dem Denken, was sich in Kreisen dreht, sich immer weiter verfängt in den Unsicherheiten, bedrückenden Gedanken, hektischen Welten …

Es gab und gibt Kriege – und die meisten von uns sind davon derzeit nicht betroffen.
Es gibt absolute Armut und Langzeitarbeitslosigkeit – auch aufgrund von mangelnden Fähigkeiten und Ressourcen… und die meisten der Hörer sind vermutlich nicht davon betroffen… Es gibt schwerste Krankheiten und Unfälle..., Leid auf dieser Welt und bei all diesen schlimmen Situationen habe ich gelernt: Viele Menschen lernen damit zu leben! Zu leben!!! Ja. Auch diese Menschen haben es sicher nicht leicht, aber sie kämpfen, sie nehmen ihre Situation an – und machen dann das Beste daraus. Sie leben – in vollen Zügen!... und sie machen auf mich oft einen lebendigeren Eindruck als all jene, die Angst vor der Angst haben und trübe, sorgenvoll kreiseln.

 

Lasst uns wieder zur Besinnung kommen. Lasst uns wach werden. Lasst uns die Augen aufreißen und wahrnehmen: Was ist hier und jetzt „wirklich“? Und das macht die Tür auf für ganz andere Interpretationen und Möglichkeiten… für ein Leben mit mehr Unbeschwertheit.

Wenn wir nicht lernen, unser „trübes Kreiseln“ aufzuhalten, dann kreiseln wir uns so sehr selbst in den Abgrund, dass wir nachher glauben, es gäbe niemanden, der es so schwer hat wie wir… Wir stecken uns selbst – mit unseren Gedanken und unseren Gesprächen – in eine Trance … wir trancen uns – und andere - ein. Bis es sich in unserem Kopf um nichts anderes dreht.
Wir kreiseln so sehr um düstere, beklemmende Gedanken, dass wir emotional komplett damit verhaftet sind…und diese Gedanken und Gefühlswelten werden so sehr Routine…und spätestens dann, wenn Dein Hirn nicht weiter weiß, oder müde ist… dann bietet es Dir immer wieder genau diese Routinen an… Mehr vom selben.

So funktioniert unser Gehirn: Es speichert unsere Gedankenwelten und Erfahrungen... und meistens ist es ihm wurscht, ob Du es tatsächlich erlebt oder nur gedacht hast. Es speichert all das, mit dem wir uns tagtäglich beschäftigen, in neuronalen Netzen ab. Was du öfter denkst und erfährst – insbesondere, wenn es mit Freude oder Angst gekoppelt ist, wird im Gehirn zu einem immer stärkeren Netz.  Das kann man sich vorstellen wie Filme, die das Gehirn aufnimmt und speichert. Und was man häufig erlebt, wird in super Qualität mit scharfen Bildern, ultra-HD und mit Special-Effects abgelegt und bekommt immer mehr Speicherplatz.

Aber unser Gehirn ist eben nicht nur „aufnehmend“. Unser Gehirn ist andersherum auch prägend für all das, was wir erleben. Ohne dass es uns bewusst sein mag, spult unser Gehirn, wenn wir nicht darauf achten, unsere sogenannten Lieblingsfilme ..also nicht unbedingt die spaßigen, aber die, die wir dauernd gucken und so viel Raum einnehmen, immer wieder von selbst ab… wenn wir nicht aufpassen.

So kann es sein, dass Dein Gehirn in letzter Zeit durch Deine Gedankenwelten ziemlich viele bedrohliche Filme gedreht hat. Thriller, Krimis, Dramen. Und jetzt bist du … z. B. physisch … auf Geschäftsreise – in einem wunderschönen Hotel, sitzt abends gemütlich an der Bar… und an was denkst Du, wenn Du nicht gerade aktiv abgelenkt bist? An das furchtbare Chaos im Büro… An die Kollegin, die dem Kunden wieder nicht rechtzeitig die Infos weitergeleitet hat. Dein Gehirn präsentiert Dir – wenn wir nicht aktiv „umdenken“, immer wieder Deine aktivsten Filme. Und wenn wir nicht aufpassen, dreht sich unser Leben um unsere Filme! Egal was wir erleben, es spielt fast alles vor dem Hintergrund der Filme, die wir gerade in unserem Gehirn so sehr präsent haben.

Und aktuell heißt das, oft mehr vom Trüben, Ohnmächtigen, Unsicheren, Verärgerten … Und wieder kommen die Emotionen, die so wenig mit Freude zu tun haben. Und am nächsten Abend kommst du nach Hause – und ohne dass Du es willst, steckst Du mit Deiner Sauertöpfigkeit auch noch die letzten Menschen an, die bis dato vielleicht noch einen schönen Tag hatten.

STOP! Es ist Zeit, wieder aktiver Regisseur zu werden!

STOP! Das ist auch das, was Du jetzt machen kannst, wenn Du trübes Kreiseln entdeckst. STOP.. und dann die Biege machen – mental, evtl. auch verbal, oder sogar körperlich. STOP!... and dance…

Das ist der erste Schritt – und gleichzeitig der wichtigste.
Raus aus dem alten Denkmuster. STOP… und dann etwas anderes aktivieren… einen anderen Film starten.

(Übrigens: Meditation prägt unter anderem die Fähigkeit, mentale Filme zu bemerken und zu stoppen! Wenn das nicht ein Grund ist, damit zu beginnen…)

Musterbruch ist das Stichwort... Ausbrechen aus der Routine, aus dem Film. Die gedankliche Routine anhalten, und dann ganz schnell den Modus wechseln, schnell einen anderen Gang einlegen. Ein Lächeln, ein Witz, ein wohlwollender Satz, ein hoffnungsvoller, freundlicher Blick, ein tiefes Durchatmen – oder einfach Just DANCE! Gunther Schmidt würde wieder sagen: Warum den Körper nicht nutzen, wenn wir ihn schon dabei haben. Wenn wir bewusst in eine andere Emotion und eine andere Gedankenwelt eintauchen wollen, gibt es für uns quasi kein wirkungsvolleres Mittel, als durch körperliche Betätigung. Filme und körperlicher Ausdruck müssen zusammenpassen. Darauf achtet unser Gehirn. Und das weißt Du sicher – nur ist dieses Wissen in diesem „Loch“ oft nicht direkt verfügbar. 

Wie atmest Du, wie sind Deine Schultern, Deine Mundwinkel, wenn Du Dich einfach gut drauf fühlst, wenn Du Dich bärenstark und unbeschwert fühlst? Wenn Du Dich geborgen fühlst?

Ich möchte Dich einladen, ab jetzt zu lernen, wieder mehr Dein eigener Regisseur zu werden. STOP zu denken… und vielleicht auch zu sagen, und dann ganz andere Filme zu kreieren, die hilfreicher und schöner sind… und die dann bald wieder sehr viel mehr Speicherplatz und Qualität in Deinem Gehirn einnehmen… und Dein Leben bestimmen.

Bitte jetzt nicht falsch verstehen: Hier eine Art Beipackzettel:

Wie ist das mit Zusammenhalt und Aussprache? Wie sollen wir umgehen mit akutem Leid und Unsicherheit? Sollen wir das nicht mehr mitteilen dürfen? Quatsch! Darüber zu sprechen, sich in der Familie und unter Freunden und Kollegen den Rücken zu stärken, ist großartig. Zusammenhalt und Nähe ist doch das, was uns aus so mancher akuten Krise herausgeholt hat. Wir sollten uns vielleicht aber ab jetzt fragen: Was und wie ist das jetzt „akut“? Oder bin ich jetzt nur wieder im trüben Kreiseln?

Und: Dass ich das trübe Kreiseln anprangere, ist überhaupt kein Vorwurf an Dich – an niemanden. Einen Vorwurf brauchst weder Du Dir noch anderen zu machen. An der Stelle sind wir halt mir einem dämlichen, noch urzeitlichen Gehirn ausgestattet, dass in diesen Modus rutscht, wenn wir nicht aufpassen… oder eben, wenn wir um diesen Murx nicht wissen. Wenn wir nicht wissen, dass in einer Straße ein Loch ist, fahren wir da sehr wahrscheinlich rein. Wenn um das Baustellenloch eine Absperrung ist – wenn wir also um das Loch „wissen“, können wir bremsen. STOPPEN – und abbiegen.

Es geht nicht darum, das Meeting, das Gespräch, die Situation nicht ernst zu nehmen… Nicht anzuerkennen. Aber wie schwer muss ich das Thema nehmen? Das ist meine Wahl. Wie sehr muss ich mich davon „runterziehen“ lassen… It’s your Choice! Wird es ein Thriller, eine Doku, ein Heimatfilm, eine Spielshow, eine Romanze, ein Kabarett oder nur eine kleine Werbeunterbrechung, die Du nicht mal aufnimmst? DU bist der Regisseur.

Gelassenheit zu entwickeln, heißt nicht, dass es Dir egal ist. Mit Gleichmut statt mit Panik und Schwere zu reagieren ist für viele Situationen oft sogar hilfreicher. Und ganz ehrlich: Wer hat denn in deinem Unternehmen oder Deiner Familie etwas davon, wenn du Themen und Probleme „schwer“ nimmst.

Ja, lieber neuer Held, welche Filme schaust Du regelmäßig? Welche Geschichten erzählst Du Dir immer wieder? Was sind die Szenen, die im Moment so Dein Leben bestimmen? Und welche… sollen es sein?
Wenn Du dieses Thema hilfreich fandest, leite den Podcastlink gerne an Freunde und Kollegen weiter, damit auch diese anfangen, in anderen Filmen zu denken. Mehr Infos wie immer unter www.dieneuenhelden.de in der dortigen Onlineakademie – und für Abonnenten im kostenfreien Impulsletter.

Du - neuer Held – ich bin mir sicher, Du wirst jetzt mehr und mehr Deine eigenen Filme beobachten, laut oder leise Stopp sagen, das Genre bestimmen ..und für Dich und andere ein unbeschwerteres und lebensfroheres Leben starten – auch mit VUKA.

Packen wir’s an! Let’s dance!!!

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